Fachwerkhaus
Fachwerk

Das Fachwerkhaus als typisches deutsches Haus





Was ist ein Fachwerkhaus?
Ein Fachwerkhaus ist ein traditionelles Wohnhaus aus alter Zeit, bei dessen Anblick viele ausländische Touristen ins Schwärmen geraten. Es verkörpert wie wohl kein anderer Haustyp die charakteristische deutsche Bauweise aus dem Mittelalter und der frühen Neuzeit. Das Fachwerkhaus ist eine Skelettkonstruktion, bei der die tragenden Elemente dicke Balken aus Eichen- oder in nadelholzreichen Gegenden Tannenholz bilden. Diese formen ein Stützskelett, welches das gesamte Haus trägt. Die Zwischenräume werden dabei mit Lehmziegeln, Backsteinen (gebrannten Ziegeln) oder Flechtwänden mit Lehm gefüllt. Das Ganze wird zum Abschluss verputzt und bemalt. Charakteristisch ist weiße Farbe für die Füllmaterialien und schwarze oder dunkelbraune Farbe für die Balken.

Welche Vorteile hat ein Fachwerkhaus?
Obwohl ein Fachwerkhaus zu den ältesten Haustypen gehört und Beispiele von mehreren Tausend Jahre alten Bauten aus der heutigen Türkei bekannt ist, ist so ein Gebäude erstaunlich modern. Die Skelettbauweise gibt es große Widerstandsfähigkeit gegen extern einwirkende Kräfte und Einflüssen der Witterung und anderer Kräfte. Es ist kein Zufall, dass diese Gebäude so alt werden. Ebenfalls kein Zufall ist, dass moderne Industriebauten, die auf Widerstand gegen höchste Belastung konzipiert sind, ebenfalls in der bewährten Skelettbauweise errichtet werden. Natürlich verwendet man heute nicht mehr Holzbalken und Lehmziegel, sondern Stahlträger und Glas bzw. Betonelemente. Das Grundprinzip aber bleibt das gleiche. Auch in Bezug auf die verwendeten Materialien ist ein Fachwerkhaus erstaunlich modern und voll im ökologischen Trend. Zum Bau wurden seit je her nur natürliche, an Ort und Stelle vorhandene Materialien wie z. B. Holz, Lehmziegel und Backsteine verwendet. Alles ohne Chemie oder künstliche Zusatzstoffe. Das macht ein Fachwerkhaus z. B. ideal als Wohnung für Allergiker.

Welche Nachteile hat ein Fachwerkhaus?
So schön und romantisch ein solches Haus auch aussehen mag, für die Menschen, die darin wohnen und nicht nur ein paar Minuten zur Besichtigung kommen, bringt dieser Haustyp doch etliche Nachteile und Probleme mit sich. Da ist zum einen der Fakt, dass es sich bei einem Fachwerkhaus meist um ein historisches Gebäude handelt, das oft unter Denkmalsschutz steht. Im praktischen Alltag bedeutet dies, dass das äußere Erscheinungsbild des Hauses nicht verändert werden darf. Auch die innere Struktur darf nur unter Erfüllung strenger Auflagen verändert werden. Das Haus muss regelmäßig renoviert werden, um es seiner Umgebung anzugleichen. Dazu kommt noch, dass die Räume im Hausinneren oft dunkel sind, da die Fenster nur klein sind. Das kommt daher, weil in alter Zeit die Grundstückssteuer nach der Anzahl und Größe der zur Straße zeigenden Fenster berechnet wurde. Wegen des historischen Status des Hauses sind hier meist keine Änderungen möglich. Ein anderes Problem ist der Brandschutz. Die meisten er in alter Zeit verwendeten Materialien sind leicht brennbar. Das kann zwar mit Imprägnierungen chemischer Mittel etwas verbessert werden, bleibt aber grundsätzlich ein Problem. Deshalb muss man z. B. bei der Verlegung elektrischer Leitungen äußerste Sorgfalt walten lassen, um Feuer durch Kurzschlüsse zu vermeiden.


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